Einzelzeitfahren – Abwechslung oder Spannungskiller?

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Das Einzelzeitfahren ist eine besondere Art des Kräftemessens im Radsport. Denn während bei den meisten Rennen Fahrer gegeneinander fahren und der Sieger derjenige ist, der als erster die Ziellinie passiert, ist es beim Einzelzeitfahren anders. Hier gibt es auf den ersten Blick nichts außer einem einzigen Radfahrer allein auf weiter Flur. Was hat es mit dem Einzelzeitfahren auf sich?

Ein Kräftemessen anderer Art

Natürlich messen sich auch beim Einzelzeitfahren Kontrahenten untereinander. Allerdings sind sie – wie es der Name bereits sagt – einzeln unterwegs. Dabei wird die Zeit gemessen. Ist eine Person die jeweilige Strecke durchgefahren, dann startet die nächste. So geht es weiter, bis alle Radfahrer ihr Rennen gefahren sind. Anschließend sind diejenigen die Bestplatzierten, die die kürzesten Zeiten zum Abfahren der Strecke brauchten.

Regeln & Besonderheiten

Das Einzelzeitfahren kann sowohl als Tagesrennen als auch als Etappenrennen stattfinden. Beim Tagesrennen wird das komplette Rennen an einem Tag ausgetragen. Liegt ein Etappenrennen vor, so findet das Rennen in mehreren Etappen an mehreren Tagen statt.

Des weiteren ist das Einzelzeitfahren als ein solches zu verstehen. Das bedeutet, dass hier wirklich einzelne Rennfahrer gegeneinander antreten. Sollten Mannschaften sich untereinander messen, dann liegt ein Mannschaftszeitrennen vor. Zudem kommt als wichtige Regel hinzu, dass sich die Spieler keineswegs gegenseitig unterstützen dürfen. Die Absprachen während Radrennen untereinander finden häufig in anderen Rennformaten statt und sind unter dem Namen Gentleman’s Arrangement bekannt. Beim Einzelzeitrennen jedoch sind solche Absprachen nicht toleriert und haben strikte Konsequenzen zur Folge. Dies können zum einen Zeitstrafen, zum anderen Disqualifizierungen der Fahrer sein.

Unter die Besonderheiten des Einzelzeitfahrens fallen zwei Sonderfälle:

  • Der Prolog
  • Das Bergzeitfahren

Der Prolog bezeichnet den Auftakt eines Etappenrennens. Hier findet gelegentlich vor den eigentlichen Etappen ein Einzelzeitfahren statt. Dessen Ergebnisse werden wie eine Etappe gewertet und fließen in das Gesamtergebnis des Etappenrennens ausschlaggebend ein.

Bei dem Bergzeitfahren wiederum handelt es sich um ein Einzelzeitrennen mit einer steilen Fahrtbahn. Diese steigt bis auf ein paar Ausnahmen konstant an und enthält zum Ziel hin keinen Abstieg.

Wie steht das Einzelzeitfahren im Vergleich zu anderen Disziplinen da?

Im Bereich des Einzelzeitfahrens finden mehrere populäre Rennen statt. Dies ist beispielsweise bei der Tour de France der Fall. Allerdings weisen die konventionelleren Arten des Radsports vor allem zwei entscheidende Qualitäten auf. Diese sind die folgenden und zugleich große Vorteile gegenüber dem Einzelzeitfahren:

  • Spannung: Es kommt zu packenden Kopf-an-Kopf-Situationen, wie sie im Zeitfahren leider nicht gegeben sind.
  • Motivation: Auch aus Sicht der Radfahrer ergibt sich durch den direkten visuellen Vergleich mit anderen während des Rennens eine enorm motivierende Situation.

Wettbewerbe existieren, Profi-Radfahrer ebenso und es sind Vor- und Nachteile auszumachen. Wie auch immer man es beurteilen mag: Zumindest als Abwechslung zum anderen Radsport ist das Einzelzeitfahren sehr geeignet.

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